Elle (Ulna) und Speiche (Radius) sind die beiden Knochen des Unterarmes. Der handgelenksnahe Bruch der Speiche (Handgelenksbruch) ist die häufigste Fraktur des Menschen überhaupt. Klinisch erfolgt eine Einteilung der Bruchformen u.a. nach der Neigung der Gelenkfläche, die vom Unfallmechanismus abhängig ist (s.u.).
Welches sind die Ursachen für einen
Der Sturz auf das Handgelenk mit streckseitig abgewinkelter, hingegen seltener mit beugeseitig abgewinkelter Hand führt zu der im allgemeinen „Handgelenksbruch“ genannten Verletzung. Am häufigsten erleiden ältere Menschen diesen Bruch.
Welches
sind die Symptome für einen
Es kommt zu einer
typischen Fehlstellung im Handgelenk sowie zu einer schmerzhaften Schwellung
und Verbreiterung des Handgelenkes. Es besteht ein
Druckschmerz über dem Handgelenk, die Beweglichkeit ist schmerzhaft
aufgehoben, evt. besteht ein Instabilitätsgefühl.
Welche
apparativ-diagnostischen Möglichkeiten kommen bei einem
Es werden Röntgenaufnahmen des Handgelenkes in zwei Ebenen erstellt, dabei wird auch auf immer mögliche Begleitverletzungen der Handwurzel geachtet.
Wie wird ein
Stabile, wenig verschobene Frakturen werden konservativ, d.h. nicht-operativ behandelt mit Einrichten (Reposition) der Fraktur und anschließender Ruhigstellung des Handgelenkes im Unterarmgips über einen Zeitraum von 4 bis 6 Wochen hinweg.
Ein
operatives Vorgehen mit Einbringen von Kirschner-Drähten, einer
Plattenosteosynthese oder auch eines Fixateur externe in Vollnarkose bzw.
einer sog. Leitungsanästhesie ist erforderlich für einen offenen
Desweiteren sollten auch bei einer
Gipsruhigstellung Bewegungsübungen von Daumen und Langfinger durchgeführt
werden, der Gebrauch eines Armtragetuches mit Ruhigstellung der Schulter ist
nicht angezeigt. Im Gipsverband ist auf eine ungestörte
Durchblutungssituation der Hand bzw. der Finger sowie auf Störungen von
Motorik und Sensibilität unbedingt zu achten, ggf. ein Gipswechsel umgehend
durchzuführen. Eine volle Funktionsstabilität bei konservativer oder
operativer Behandlung wird in der Regel nach insgesamt 3-6 Wochen gegeben
sein, eine Sportfähigkeit nach 8-12 Wochen.
Komplikationen
und Prognose Kurzfristig auftretende Komplikationen bei einem Handgelenksbruch sind ein Abrutschen (Dislokation) der Fraktur sowie Wundheilungsstörungen (im Falle einer operativen Versorgung). Komplikationsmöglichkeiten im weiteren Verlauf sind die Bildung einer knöchernen Brücke zwischen Speiche und Elle („Brückenkallus“), die sehr selten vorkommene Entstehung einer Pseudarthrose („Falschgelenkbildung“), ein Karpaltunnelsyndrom (Engpaßsyndrom des Nervus medianus in seinem Verlauf beugeseitig über das Handgelenk hinweg) sowie ein sog. Morbus Sudeck. Im Langzeitverlauf ist – in Abhängigkeit von der Frakturstellung - die Entstehung einer posttraumatischen Arthrose („Gelenkverschleiß“) möglich. Auch nach korrekter Ausheilung verbleibt allerdings oft eine gewisse Bewegungseinschränkung des Handgelenkes.
Ihr Team der Wirbelsäulenklinik Bad Homburg
Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht Ihnen unser Chefarzt im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in unserer Privatambulanz.
Sagen Sie uns ruhig mal Ihre
Meinung! Sie möchten diesen Artikel ausdrucken? Markieren Sie den Text, gehen Sie in der Symbolleiste auf "Datei", dann auf "Drucken", danach "Markierung" anklicken und dann erst drucken, denn sonst verlieren Sie durch die nachfolgende Themenübersicht unnötiges Papier. Sie möchten diesen Artikel ausdrucken? Markieren Sie den Text, gehen Sie in der Symbolleiste auf "Datei", dann auf "Drucken", danach "Markierung" anklicken und dann erst drucken, denn sonst verlieren Sie durch die nachfolgende Themenübersicht unnötiges Papier.
Weitere
Fragen? Ihre Meinung? info@wickerklinik.de Kaiser-Friedrich-Promenade Telefon: 0 61 72 - 10 30, Fax: 0 61 72 - 10 31 86 Haftungshinweis: |